Fausto Di Mauro

Malerei und Zeichnung

ORIGINAL KUNSTWERKE

Zwischen Krieg und Frieden, Entre la Guerra y la Paz“ 105x85 Mischtechnik (Acryl, Lackfarbe) auf Leinwand

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Naturaleza Muerta, 50x40 Mischtechnik auf Karton, beidseitig

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Falsches Dilemma Blau (Blaue Finger), Falsa Dicotomía Azul (dedos azules), 70x50 Mischtechnik (Linoldruckfarbe Tinte) auf Karton

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Falsches Dilemma, Magenta/ Falsa Dicotomía Magenta, 80x70, Mischtechnik (Linoldruckfarbe, Tinte) auf Holztafel

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Falsches Dilemma, hellblau, Falsa Dicotomía Celeste, 80x60 Mischtechnik, (Linoldruckfarbe, Pastell, Lackfarbe, Tinte) auf Leinwand

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Schöne Einsamkeit, Sonne/ Bella Soledad_Sol, 50x70 Mischtechnik (Ölfarbe, Tinte, Linoldruckfarbe) auf Presskarton

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Schöne Einsamkeit, Wasser, Bella Soledad_Agua”, 24x32, Mischtechnik (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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Blaue Flügel, Alas Azules, 24 x 32 Mischtechnik, (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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Dasein/ Estar, 24 x 32, Mischtechnik (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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Verliebte Regen/ Enamorados_Lluvia, 32 x 24, Mischtechnik (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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Verliebte Sonne/ Enamorados Sol, 30 x 40 Mischtechnik (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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Honig verliebte, Enamorados Miel, A3 Metallische Aquarellfarbe Aquarellpapier, 425g/m2

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Die Ordnung des Chaos Erde/ El Orden del Caos_Tierra, 40x30, Mischtechnik (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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Die Ordnung des Chaos Wurzel/ El Orden del Caos_Raiz“ 32x24 Mischtechnik (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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Die Ordnung des Chaos Glut/ El Orden del Caos Brasa, 24x32, Mischtechnik (Aquarell, Seidenmalfarbe und Tinte) auf Aquarellpapier, 425g/m2

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„Ursprung/ Origen“ A3 Tinte auf Papier

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„Kultur/ Cultura“ A3 Tinte auf Papier

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„Frieden/ Paz“ A3 Tinte auf Papier

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„Musik/ Música“ A3 Tinte auf Papier

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INTERVIEW

Greta Di Mauro - Deine Lieblingskünslter

1. Was ist Kunst für dich?

Das Konzept „Kunst“ ist lebendig, öffnet sich immer weiter und sie wird umso reicher, durch ihre Vielfältigkeit, ihre immerwährende Veränderlichkeit.
Kunst ist, wie die Frage nach ihr, eine gute Gelegenheit, um mit Freunden darüber zu philosophieren. Dabei ergänzt jede unterschiedliche Meinung ihre Bedeutung und bereichert den Begriff.
Für mich könnte die Philosophie nicht nur die Mutter der Wissenschaft, sondern auch der Künste sein, wenn man darunter die menschliche Haltung des Wahrnehmens, der Reflexion und des Ausdrucks versteht, mit Leidenschaft und Hingabe.

Kunst ist ein wunderschönes, großes Wort, so wie „Liebe“, oder „Glück“, aber sie beinhaltet auch die Tragödie. Außerdem hat Kunst für mich auch kein Gegenteil, da sie ursprünglich das Natürliche war und ich das menschliche Tun als intrinsischen Teil der natürlichen Welt verstehe. Ich glaube, dass es uns hilft uns wieder mit der Natur zu verbinden, wenn wir akzeptieren, ein Teil des Ganzen zu sein.

Innerhalb des menschlichen Tuns, kann ich nicht wirklich sagen, was Kunst ist und was nicht. Aber ich weiß, dass sie trotz oder gerade wegen ihrer Undefinierbarkeit, bedeutungsvoll ist, nicht nur für mich sondern für die ganze Gesellschaft, denn sie ist fundamentaler Bestandteil der menschlichen Kultur und der Erinnerung. Ich möchte mir kein Leben vorstellen, etwa ohne die Fantasie einer Erzählung oder der Freude, welche die Musik uns schenkt.

2. Und die Bildende Kunst?

Die bildende Kunst ist für mich eine Ausdrucksform in der sich Kontemplation und Meditation in einem Moment der Inspiration vereinen können.

Ich für meinen Teil fühle mich zu jenen künstlerischen Ausdrucksformen hingezogen, mit denen ich mich emotional verbinden kann und die mich auf irgendeine Weise empfindsam machen. Ich weiß, dass ihr Wesen nicht nur in der Suche nach Schönheit liegt, auch nicht allein in der Anstrengungen einer Repräsentation, oder nur einem guten Konzept usw. Wann und warum sich jene persönliche Verbindung zu einem Kunstwerk ergibt – es ist mir unmöglich, dass zu erklären oder zu verstehen. Ich weiß allein: sie bereichert mir die Seele und Geist.

3. Wie bist du zur Kunst gekommen? Liegt Kunst bei dir in der Familie?

Kunst ist tief verwurzelt in meiner Familie. Seit mehreren Generationen und in ganz unterschiedlichen Zweigen der bildenden Kunst, der Literatur, dem Theater, der Plastik, dem Tanz, der Musik und so weiter. Künstlerische Tätigkeiten haben mich immer umgeben.
Mein erster Kontakt zur Kunst war meine Mutter, Alicia Martínez sie war sehr jung und studierte Kunst – ihre Bücher und Plattenspieler waren meine liebsten Spielzeuge. Als kämpferisch alleinerziehende Mutter hat sie gleichzeitig verschiedene künstlerische Aktivitäten durchgeführt. Besonders für mich war das Puppenbauen aus Pappmaché. Später, als Kunstlehrerin, leitete sie eine xylografische Werkstatt; diese hat mich ohne Zweifel sehr geprägt, besonders in meiner Liebe zur Linie.
Auf der anderen Seite ist mein Vater Daniel Di Mauro Puppenspieler, Schriftsteller, Dramaturg. Mein Großvater Eduardo Di Mauro war ein Großmeister der Puppenspieler in Lateinamerika, meine Großmutter Laura de Rokha ist Puppenbauerin und Schriftstellerin, ihre Eltern waren die chilenischen Dichter Winétt und Pablo de Rokha. Von ihnen stammt eine große Reihe von Künstlern ab, die sich selbst der „Clan de Rokha“ nannten, unter ihnen die Maler José und Lukó de Rokha.
Neben den anerkannten Künstlern meiner Familie väterlicherseits, geht der größte künstlerische Einfluss aus der bescheidenen, praktischen und alltäglichen Liebe zur Kunst der Familie mütterlicherseits hervor, die ihren Ursprung in der Lehre findet. Zum Beispiel mein Cousin Julian Taborda, der heute ebenfalls Kunstlehrer ist. Als Kind beobachtete ich, von seinem Talent hypnotisiert, wie er – egal wann und wo – beständig Figuren erschuf. Mit einem verbrauchten Filzstift auf irgendeinem Papierschnipsel, aus einem Fleck, einem Kratzer, im Sand… fortwährend brachte er ausdrucksvolle, neue Welten hervor.

4. Wie nennst du deinen Stil? Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Gern würde ich ohne Kategorie auskommen.
Unbedingt bin ich weit entfernt sowohl vom Realismus als auch dem reinen Abstrakten. Meine Zeichnungen liegen irgendwo dazwischen, sind meistens figurativ, manchmal symbolisch. Aber nicht immer. Ich genieße es, mit Flecken und Linien zu arbeiten. Mit dem Chaos, der Ordnung und organischen Figuren zu spielen. Für mich ist alles das teil ein ganzen Prozess.

5. Welche Techniken und Medien sind dir die Liebsten?

Ich möchte immer Papier und Tinte bei mir haben. Sie sind mir sehr wichtig. Alles andere ist nicht essentiell, aber schön… Die Farben sind einfach schön. Sie bieten viele andere Möglichkeiten. Es gefällt mir, mit unterschiedlichen Materialien und Techniken zu experimentieren, da jede von ihnen eine eigene Ausdrucksweise hat. Ich genieße es, viele Materialien in Reichweite zu haben, wenn mein kreatives Chaos mich umgibt und ich bediene mich daran, je nachdem, was das Werk oder der Moment verlangt.

6. Hast du Vorbilder?

Ja, viele. Außerhalb meiner Familie nenne ich gerne den bewundernswerten Maler Ernesto Berra, Vater einer Herzensfreundin. Die oft täglichen Besuche in seiner Werkstatt waren jedes Mal eine Ehre für mich, ein Besuch in einem außergewöhnlichen Raum. Sein Stil fasziniert mich, hauptsächlich ist es abstrakte Kunst, besänftigend, harmonisch und gleichzeitig mysteriös und gelegentlich beinahe düster. Einfach schön. Er ist ein Vorbild für mich in der Beständigkeit der Berufung.

7.Warum malst du?

Malen macht mir Spaß. Ich liebe Farben und Flecke, aber Zeichnen muss ich! Es ist meine liebste Form mich auszudrücken und mitzuteilen, aber es ist auch eine Art der Beruhigung und Konzentration, meine ganz persönliche Meditationszeit.

8. Was brauchst du unbedingt, um kreativ tätig zu sein?

Mehr Zeit. Denn: jeder Ort, Augenblick, Ressource und Kontext bringt einen eigenen künstlerischen Impuls mit sich. Das wichtige ist es, dass sich der Moment ergibt.

9.Wie viel Zeit verbringst du mit deiner Kunst?

So viel, wie ich kann. Das ist manchmal nicht viel, aber jeden Tag etwas.

10. Kannst du dich gut von deinen Bildern trennen?

Es fällt mir sehr schwer, mich von einem Bild zu trennen, da sie alle Teil eines persönlichen Prozesses sind. Ich möchte meine Kunst sehr gern teilen und in den Austausch mit anderen Menschen treten, aber ich muss lernen zu entscheiden, wann ein Bild fertig ist und es ihnen zu gestatten, ein Eigenleben zu entwickeln.

11.Erinnere dich bitte mal an deine erste bewusste Begegnung mit der Kunst.

In meinem Haus hing ein großes Bild, dass mich immer wieder ganz tief fesselte: In einer warmen Atmosphäre standen da, fast gespiegelt, zwei riesige Hähne. Eine blaue und eine Rosa Hahn mit Hahnenreiter. Würdevoll darüber waren mehrere Personen mit langen Mänteln, Am Himmel hingen, klein aber intensiv strahlend, eine auf jeder Seite, zwei Sonnen. Ja, die beiden Sonnen! Ohne Zweifel war dieses Gemälde einer meiner ersten bewussten Begegnungen mit Kunst – sowie einige Zementskultpuren meiner Mutter. Ich kann mich erinnern, wie ich an den heißesten Sommertagen, auf dem kühlen Boden liegend, mit den Fingern die Vertiefungen und Vorsprünge der Formen nachfuhr.

Foto: Greta Di Mauro

Die Leipziger Kunstszene wächst und wächst. Diese Vielfalt möchte die Plattform erfassen.

“Everything you can imagine is real”

 Pablo Picasso