Lises Atelier
Malerin aus Leipzig
Das Ziel meiner künstlerischen Tätigkeit ist es, das Wesentliche zum Vorschein zu bringen – egal ob es dabei um mein eigenes oder ein Auftragswerk geht. Alles was du auf einem Bild siehst, hat auch seine Daseinsberechtigung. Es ist, wie in der Natur selbst. Ich möchte gern eine visuelle Konstante in das Leben des Betrachters/der Betrachterin bringen – weit weg vom Mainstream. Was meine Werke bisher immer in ihrer Art verbindet, sind weibliche Formen oder auch Motive und stimmungsintensive Farben. Am liebsten arbeite ich mit Acryl- und Aquarellfarben und die stetige Veränderung von Stil, Form, Farbe und Co. scheint die einzige Kontinuität in meinem Schaffen zu sein.
Lise im Podcast bei Deinelieblingskünstler.com
ORIGINAL KUNSTWERKE
2020_Phoenix
Leipzig City Acryl auf Leinwand 2020
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Erheben Acryl auf Leinwand 2020
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Frau Ohne Gesicht Acryl auf Leinwand 2020
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IMPRESSIONEN AUS DEM ATELIER
INTERVIEW
Gerlinde Ritter - Deine Lieblingskünstler
1. Was ist Kunst für dich?
Kunst fängt für mich da an, wo der Mainstream aufhört. Kunst ist außerdem manchmal schwer greifbar – es muss auch nicht jeder Mensch immer alles verstehen. Kunst ist aber auch eine Bühne, auf welcjer Aussagen, Haltungen und Ansichten ihren Platz finden. Kunst ist viel mehr als das, was in den Lehrbüchern steht. Ich finde auch in Atomphysik steckt Kunst.
2. Liegt Kunst in deiner Familie?
In meiner Familie liegt auf jeden Fall Lebenskunst ja. Das Malen und Zeichnen haben allerdings viele schnell aufgegeben: spätestens ab dem Zeitpunkt im Leben, ab dem der Pflichtteil der größte Part am Tag jeweils war. Meine eigene Lebenskunst beinhaltet Zeit zum Malen zu schaffen.
3. Wie beschreibst du deinen Stil?
Meistens frei, weltbezogen und weiblich. Diese Begriffe in Verbindung mit einem Werk können alles mögliche bedeuten und so ist es: ich weiß nie zu 100% wo ich mit den Farben lande.
4. Welche Techniken und Medien sind dir die Liebsten?
Auf jeden Fall die, die griffbereit sind: und wenn’s die Wachshülle von dem kleinen berühmten Industriekäse ist. Bei Auftragswerken sieht man bei mir am meisten Acrylfarben oder Tombow-Marker/ Aquarellfarben.
5. Beschreibe deinen idealen Ort um Kunst zu machen.
Still und weitsichtig: am besten mit Fensterblick bis an den Horizont. Hell muss es sein und warm.
6. Hast du ein bestimmtes Programm oder Ziel?
Wenn Menschen mir ein Werk in Auftrag geben, versuche ich herauszufinden, was sie wirklich bewegt. Ich wünsche mir dass Bilder in Wohnungen und Häusern sinnlich sind. Ich möchte keine Konsumgüter machen, davon gibt es mehr als genug in der westlichen Welt. Das Bild welches ich mache soll geliebt werden, vielleicht sogar von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Es kann und soll Spuren von Zeit haben: Kratzer vom x-ten Umzug zum Beispiel.
7.Hast du Vorbilder?
Ooh ja! Am längsten begleitet mich das Streetart-Duo Herakut. In meinen Augen schaffen es diese zwei Menschen in nur einem Bild die ganze Welt zu erklären. Sie sind einfach grandios, zudem politisch und menschenrechtlich engagiert: sie nutzen die Bühne ihrer Bekanntheit auf eine verantwortungsvolle Art und Weise.
8. Wie geht deine künstlerische Reise weiter?
Jetzt über ‚viele Ideen‘ und ‚große Pläne‘ zu schreiben wäre für mich Bla-bla. Ich bin ehrlich: keine Ahnung. Ich lasse mich überraschen und mache, worauf ich Lust habe. Dabei gebe ich alles,was ich zu geben habe.
9. Hast du ein Lieblingswerk?
Gewissermaßen ist jedes Bild genau so lange mein Lieblingswerk, bis ich das nächste Bild fertig habe.
10.Warum malst du?
Es ist neben dem Gärtnern eine Tätigkeit bei der ich mich voll fokussieren kann. Nichts durchstreift meine Gedanken was nicht in diesem Moment genau da hin gehört. Man sieht das Wesentliche. Diese Welt ist voll von Ablenkung – malen ist dann wie atmen.
11. Wie geht deine künstlerische Reise weiter?
Jetzt über ‚viele Ideen‘ und ‚große Pläne‘ zu schreiben wäre für mich Bla-bla. Ich bin ehrlich: keine Ahnung. Ich lasse mich überraschen und mache, worauf ich Lust habe. Dabei gebe ich alles,was ich zu geben habe.
12. Wie bist du zur Kunst gekommen?
Jedes Kind malt. Konkret wurde das bei mir mit etwa 9 Jahren, denn ab da ging ich regelmäßig zu Ferienmalkursen. Meine dortige Lehrerin hat mich und meinen Malprozess sehr geprägt. Sie hat mich irgendwie anders wahrgenommen als andere Erwachsene. Das Gefühl beim Malen als Kind bei ihr war für mich die Offenbarung der Welt.
Foto: Lise
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“Everything you can imagine is real”
Pablo Picasso