Lucian Patermann

Maleri aus Leipzig

ORIGINAL KUNSTWERKE

Lucian Patermann BLAUER BEGLEITER 110x135cm 2020
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BLAUER BEGLEITER, 110x135cm, 2020

Lucian Patermann LOSLÖSUNG 185x135cm 2019

LOSLÖSUNG, 185x135cm, 2019

Lucian Patermann MONDRAUM1 100x140cm 2020

MONDRAUM1, 100x140cm, 2020

Lucian Patermann MONDRAUM2 100x140cm 2020.jpg

MONDRAUM2, 100x140cm, 2020

Lucian Patermann SOG 185x135cm 2019

SOG, 185x135cm, 2019

Lucian Patermann SEITWÄRTS LAUFEND DER NACHT ENTGEGEN 600x230cm 2020

SEITWÄRTS LAUFEND DER NACHT ENTGEGEN, 600x230cm, 2020

Lucian Patermann MONDKOMPOSITION 1 40x50cm 2018

MONDKOMPOSITION 1, 40x50cm, 2018

Lucian Patermann MONDKOMPOSITION 2 40x50cm 2018

MONDKOMPOSITION 2, 40x50cm, 2018

Lucian Patermann MONDKOMPOSITION 3 40x50cm 2018

MONDKOMPOSITION 3, 40x50cm, 2018

Lucian Patermann MONDKOMPOSITION 4 40x50cm 2018

MONDKOMPOSITION 4, 40x50cm, 2018

Lucian Patermann MONDKOMPOSITION 5 40x50cm 2018

MONDKOMPOSITION 5, 40x50cm, 2018

IMPRESSIONEN AUS DEM ATELIER

INTERVIEW

Lucian Patermann - Deine Lieblingskünstler

1. Was ist Kunst für dich?

Ein Raketenstart durch’s Fenster, manchmal ein Ausweg, immer eine Fortbewegung, in eine Position die Distanz schafft zu dem was wir Welt nennen. Von dort gilt es, die Linien weiter zu zeichnen, Transformationen durchzuspielen und Möglichkeiten auszuloten, für das was sein könnte.

2. Wie bist du zur Kunst gekommen? Liegt Kunst bei dir in der Familie?

Kunst lag bei mir leider gar nicht in der Familie, sondern eher auf der Straße. Meine Neugier wurde von den ersten Graffiti geweckt, die in meinem Heimatort an den Wänden auftauchten.

3. Welche Techniken und Medien sind dir die Liebsten?

Ich schätze es, viele Medien zu kennen und weiter zu lernen. Fokussiert habe ich mich in den letzten Jahren aber dennoch auf Materialien die eher der Kalligrafie zugeordnet werden. Diese verknüpfe ich dann mit malerischen Mitteln und beispielsweise Videoanimationen. In meinen videokünstlerischen Arbeiten konzentriert sich gegenwärtig auch meine Verbundenheit zu den performativen Künsten, also insbesondere zu Tanz und Theater, aber auch zur Musik.

4. An welchem Ort erschaffst du deine Kunstwerke – und welche Umgebung brauchst du dafür? Beschreibe bitte einmal den idealen Ort.

Mein idealer Ort ist eher eine Zeit, als ein Raum. Für mich geht es dabei viel um Kontinuität. Wenn’s gut läuft, dann tauche ich sehr lange in Prozesse ein. Das ist dann auch ein bewusstes Gegenüberstellen, zu der Fragmentierung die meinen Alltag sonst erfasst. Im Hin und Her kann dann bestenfalls ordentlich Schwung entstehen.

5. 5. Hast du ein Programm oder verfolgst du ein bestimmtes Ziel mit deiner Kunst?

Ich habe 2015 einen programmatischen Rahmen für mich ausgerufen, in dem ich die „Sprache der Zeit“ in den Mittelpunkt gestellt habe. Davon bin ich heute immer noch geleitet, ohne so engmaschig zu sein, wie noch in den ersten Jahren. Es geht darum das Verhältnis auszuloten, zwischen menschlichem Denken, dessen Ausdruck in Sprache und Schrift, und dem Übergang zum Bildlichen. Dieses „Programm“ hat dabei vor allem das Ziel, mich ein wenig vom Alltagsrauschen zu distanzieren, so dass ich mehr Akteur sein kann und weniger Reagierender.

6. Wie geht deine künstlerische Reise weiter?

Im Moment arbeite ich in zwei Richtungen, einerseits beschäftige ich mich mit alten Mythen und andererseits vertiefe ich mich im Bereich der „Künstlichen Intelligenz“. In beiden Fällen interessieren mich da vor allem die ethischen Fragen und die Menschenbilder.

7. Was machst du, wenn du die Kunst ruhen lässt?

Ich frage mich, ob das überhaupt geht.

8. Warum malst du?

Es wächst aus mir heraus, ist mein intuitiver Ausdrucksraum.

9. Tauschst du dich gern mit den Betrachter*innen deiner Werke aus?

Ja, aber noch lieber höre ich zu.

10. Wie fühlt es sich an, ein fertiges Werk gehen zu lassen?

Fantastisch! Es schafft ja meistens die Situation, das die Werke dann erlebt werden
können. Mindestens ist es aber so, dass Raum frei wird und „Loslassen“ kann ein tolles
Gefühl sein.

BIOGRAPHISCHE RAHMENPUNKTE
seit 2019 Aufnahme der Arbeit im Werklabor des Bauhaus Museums Weimar
seit 2017 Vertreten auf div. Kunstmessen innerhalb Deutschlands
Ende 2016 Gründung des Ausstellungsraums und Projektateliers „Rubikon“, im
Leipziger Tapetenwerk
seit 2015 Arbeiten im Langprojekt „Variationen einer Sprache der Zeit“
2015 – 2018 Wiederaufnahme der Künstler*Innengruppe iOver
seit 2014 regelmäßige Arbeiten für den Kulturrevier Harz. e.V. und das TheaterNaturFestival
2013 – 2015 Arbeiten im Langprojekt „Herakles_p“
2011 – 2013 Arbeiten im Langprojekt „Providurium“
2010 – 2012 Aufbau und Leitung der saisonalen Medienkunstwerkstatt des Greizer
Theaterherbstes
2009 – 2014 regelmäßige Regie-, Video- und Szenographiearbeiten im stellwerk – Das
Theater im Kulturbahnhof Weimar
2009 – 2012 Mitglied des kuratorischen Teams und des Beirats der marke.6 –
Ausstellungsraum der Bauhaus-Universität im Neuen Museum Weimar
2008 – 2016 Freie Kunst Studium an der Bauhaus-Universität Weimar, u.a. bei Norbert
W. Hinterberger, Liz Bachhuber, Elfi Fröhlich und Naomi T. Salmon;
2007 – 2008 verschiedene Projekte und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der
ACC-Galerie Weimar
2007 verschiedene Projekte am Deutschen Nationaltheater Weimar

Die Leipziger Kunstszene wächst und wächst. Diese Vielfalt möchte die Plattform erfassen.

“Everything you can imagine is real”

 Pablo Picasso