Reinhard Strobel

Maler aus Leipzig

Ich gehöre zu den Künstlern, die gerne mit interessierten Betrachtern Sprechen. Ich erkläre gerne, was ich beim Arbeiten fühle, denke. Aber ich gehöre keiner Schule an, keinem gut oder schlecht, modern oder Altmodisch. Ich mag keine Schubladen. Ein, in meinen Augen gutes Bild,
spricht die Emotionen des Betrachters an, oder auch nicht. Wenn ja, dann
ist es auch für den Betrachter ein gutes Bild. Wenn nein, dann ist es immer noch ein gutes Bild für mich. Der Austausch und auch die
Konfrontation mit anderen Malern ist eine der wundervollen Dinge hier in
Leipzig und in meiner Atelierumgebung, der Alten Baumwollspinnerei. Auch wenn ich mich nicht zur neuen Leipziger Schule zähle, ist die Umgebung eine kreative Quelle für Inspiration.

Blumenwiese Acryl Tusche 2019

Landschaft Acryl,Tusche 40x50, 2019

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Leipzig Auwald Acryl,Tusche, 40x50, 2019

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2020 Chiemgau Acryl,Tusche auf Alu (), Reinhard Strobel

Chiemgau Acryl,Tusche auf Alu, 2020

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Wasserlauf Acryl,Tusche auf Karton, 2020

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Acryl,Tusche 40x50, 2019

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Impressionen der Austellung in der alten Baumwollspinnerei Leipzig

INTERVIEW

Reinhard Strobel - Deine Lieblingskünstler

1. Was ist Kunst für dich?

Meine Kunst ist die Malerei, ich male expressive, abstrakte Bilder.

2. Wie nennst du deinen Stil? Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Meine abstrakten Bilder entstehen als Abbild meiner Gefühlswelt, kombiniert mit verinnerlichten Denkprozessen in einem expressiven Schaffensprozess. Der Prozess des Entstehens steht im Fokus, nicht das Thema oder die verwendete Technik. Grundlage der Arbeiten mögen konkrete Themen sein, diese werden jedoch in ein abstraktes Format transformiert. Dies geschieht durch Vereinfachung, Simplifizierung und Umschichtungen. Die Werke entstehen in traditioneller Malweise, aber mit dem Mut zur Vielfalt in zeitgemäßer Interpretation. 

3. An welchem Ort erschaffst du deine Kunstwerke – und welche Umgebung brauchst du dafür?

Da ich nicht abmale, bin ich auch kein Reisemaler (kein Outdoor). Ich male meine Bilder im Atelier aus einer Inspiration heraus, oder auch aus der Imagination, der Erinnerung, aber immer in abstrakter Umsetzung eines realen Themas/Vorlage. Somit habe ich meinen idealen Ort bereits gefunden, mein Atelier in der Leipziger Baumwollspinnerei (Halle 17,
Raum 107 (1OG).

4. Hast du Vorbilder? 

Natürlich habe ich Quellen der Inspiration und auch Vorbilder, ohne diese jedoch kopieren zu wollen. Da ich schon etwas älter bin, sind die Quellen der Inspiration auch in meiner Sozialisierung (Herkunft, Ausbildung, Lebenserfahrung, Reisen und Freundschaften) zu finden.

5. Wie geht deine künstlerische Reise weiter?

Ich gönne mir den Luxus des Experimentierens, des Scheiterns und der erfolgreichen Versuche. Als nächster Schritt vielleicht wirklich große Bilder, oder mixed Media? Da gibt es bestimmt noch manches zu entdecken.

6. Hast du ein Lieblingswerk, auf das du besonders stolz bist?

Mein Lieblingsbild ist immer mein letztes Bild…

7. Gibt es bestimmte Orte, an denen du deine Inspiration findest?

Neben dem Atelier, noch Wanderungen in der Natur, im Wald, im Moor in der
Wüste, also eher ruhige, abgeschiedene Orte. So gesehen bin ich sogar ein
Landschaftsmaler, aber immer im Atelier und immer aus der Erinnerung, aus dem Gefühl
heraus und immer abstrakt.

8. Wo und wie hast du die Kunst getroffen?

Durch Menschen die ich getroffen habe. Als ganz junger Mensch in der
Schwäbischen Diaspora den Galeristen Felix Schlenker. Er zeigte mir die Kraft einer
monochromen Leinwand, brachte mir die Künstler der Gruppe Zero (Piene,
Uecker…)nahe, wir besuchten HAP Grieshaber in seinem Studio auf der Achalm
/Schwäbische Alb und den Bildhauer Hauser. Danach, noch während meines
Ingenieurstudiums, entdeckte ich die amerikanischen Pop Art Künstler, wie Wesselmann
oder Jasper Jones… Viele Jahre später treffe ich in San Franzisco/USA Sam Tschakalian, einen abstrakten Maler (Minimal Art) und Dozent am San Franzisco Art Institute. Er zeigt mir sein Universum, sein Verständnis von Kunst und seitdem weiß ich, was ich malen will.
Natürlich ganz anders als er, aber doch im Einklang mit seiner Art. Er ist schon lange
gestorben, aber ich hinterfrage noch heute jedes meiner Bilder, ob er (Sam) es so abgenommen/akzeptiert hätte?

Reinhard Strobel

Fotos: Reinhard Strobel

Die Leipziger Kunstszene wächst und wächst. Diese Vielfalt möchte die Plattform erfassen.

“Everything you can imagine is real”

 Pablo Picasso